Panoramen


Panoramafotos entstehen durch das Zusammensetzen benachbarter Fotoserien.

 

Für das Zusammensetzen, das Stitchen, müssen die Einzelaufnahmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

 

In erster Linie ist für einen Überlappungsbereich von etwa einem Drittel der Bildbreite zu sorgen, damit das Stitchingprogramm gleiche Punkte in beiden Fotos finden und zur Deckung bringen kann.

 

Neben diesen - sagen wir - rein geometrischen Bedingungen dürfen sich die Einzelbilder auch nicht in der Belichtung und Fokussierung unterscheiden. Das heißt, dass jegliche Programmautomatik der Kamera ausgeschaltet sein muss.

 

Ist draußen bei Tageslicht ein automatischer Weißabgleich noch tragbar, so sollte er bei allen anderen Gelegenheiten abgeschaltet sein. Bei zwei benachbarten Fotos mit unterschiedlicher Farbtemperatur hat jedes Stitchingprogramm Probleme mit der Vereinigung.

Draußen in der Natur, wo es im Wesentlichen auf den Horizont oder weit entfernte Objekte ankommt, ist der Schwenk zwischen zwei Einzelbildern durchaus aus der Hand machbar.

 

Sind weiter hinten befindliche Obekte von anderen im Vordergrund verdeckt, führt ein Schwenk zu Parallaxenfehlern, wenn er nicht exakt um den Nodalpunkt des verwendeten Objektivs stattfindet.

 

Dann und innerhalb von Gebäuden eigentlich immer ist die Benutzung eines Panoramakopfes (Nodalpunktadapter) wie in nebenstehendem Bild unerläßlich.

 

Wie ich am Panoramakopf den Nodalpunkt einstelle, findest Du weiter unten.

 

Sehr gut erklärt das auch Harald Wickel, der in seinem DVD-Lehrgang sehr ausführlich, verständlich und leicht nachvollziehbar erklärt, worauf es bei der zylindrischen und sphärischen Panoramafotografie ankommt.  Ich habe sehr viel dazu gelernt und die kleine Investion hat sich gelohnt.

Einstellen des Panoramakopfes


Bevor man mit den Panoramaaufnahmen beginnen kann, ist zunächst einmal der Panoramakopf auf die Abmessungen von Kameragehäuse und Objektiv einzustellen.

 

 

Es gilt, die Kamera so über der Stativachse zu positionieren, dass keine Paralaxenfehler auftreten, d.h. nah und entfernt gelegene Gegenstände müssen in jeder Drehstellung der Kamera identisch fluchten. Diese Bedingung wird dadurch erreicht, indem die Drehachse des Stativs exakt durch den Mittelpunkt der Frontlinse verläuft.

 

 

Das hier verwendete Sigma 8 mm Fisheye ist hierfür mit einem goldenen Ring am Gehäuse behilflich, bei anderen Objektiven sollte man in den Unterlagen nachschauen und notfalls den Hersteller kontaktieren, um den Nodalpunkt des Objektives zu erfahren.

 

 

Eine sehr gute Einstellungsunterstützung bietet hier eine etwas schwerere Nähnadel, die exakt auf Mitte Frontlinse am Obektiv aufgehängt wird.

 

Nun ist die Einstellung einfach, ich verschiebe am Panoramakopf die Elemente in axialer und seitlicher Richung so lange, bis die Nadel genau über dem Statifdrehpunkt zur Ruhe kommt. Das braucht etwas Geduld, um die Nadel nach jeder Verstellung auspendeln zu lassen.

 

Schlußendlich ist die beschriebene Vorgehensweise optisch am Ergebnis zu überprüfen und es bedarf u.U. noch leichter Nachjustierung(en). Die Nadel macht es einem erst mal leicht, die Panoramakopfeinstellung dicht am Optimum einzustellen.

 

Die abgebildete Einstellungsanordung hat sehr schnell zum Ziel geführt und Panoramen waren auf Anhieb mit 4 x 90°-Schwenks ohne Stitchingprobleme produzierbar.

 

Die Einstellungen des Kopfes gelten natürlich nur für die eine Body-Objektiv-Kombination. Verwendest Du unterschiedliche Objektive oder Kameras, solltest Du Dir zu jeder Kombi die Kopfeinstellungen merken.